Personalia

Ex-Präsident der Philippinen Fidel Ramos stirbt mit 94 Jahren

Ramos war einer der beliebtesten Staatschefs des oft von Unruhen erschütterten, südostasiatischen Inselstaats. Er war der erste Protestant, der auf den stark katholisch geprägten Philippinen ins oberste Staatsamt gelangte - trotz Widerstands aus der Kirche.

Manila (AFP) – Der frühere Präsident der Philippinen, Fidel Ramos, ist tot. Ramos, der das Land von 1992 bis 1998 regiert hatte, starb nach Angaben seiner Familie und offizieller Stellen am Sonntag im Alter von 94 Jahren. Zur Todesursache gab es zunächst keine Angaben. Unter Ramos‘ Regierung erlebten die Philippinen eine Phase des Friedens und des wirtschaftlichen Wachstums.
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Fidel Ramos war einer der beliebtesten Staatschefs des oft von Unruhen erschütterten, südostasiatischen Inselstaats. Er war der erste Protestant, der auf den stark katholisch geprägten Philippinen ins oberste Staatsamt gelangte – trotz Widerstands aus der Kirche. Er setzte sich in seiner Amtszeit unter anderem für den Einsatz von Verhütungsmitteln ein, um das rasante Bevölkerungswachstum zu begrenzen.

Wichtige Rolle von Fidel Ramos unter Ferdinand Marcos

Der frühere Berufssoldat Ramos war ohne vorherige Regierungserfahrung ins Amt gekommen. Er hatte aber, wie viele hochrangige Offiziere seiner Generation, eine wichtige Rolle unter der von 1965 bis 1986 dauernden Alleinherrschaft von Staatschef Ferdinand Marcos gespielt, während der tausende Menschen ermordet und weitere tausende willkürlich verhaftet worden waren.

Ferdinand Marcos Junior, Sohn des Diktators und seit Juni Präsident der Philippinen, drückte der Familie seines verstorbenen Amtsvorgängers sein Mitgefühl aus. Ramos habe „ein erfülltes Leben als Militäroffizier und Staatsdiener“ gelebt. Das Erbe von Ramos‘ Präsidentschaft werde „auf ewig in der Herzen unserer dankbaren Nation“ bewahrt werden.

Die Vertretung der Europäischen Union auf den Philippinen würdigte Fidel Ramos in einem Kondolenzschreiben als „engagierten Staatsmann“ und „Stütze der Demokratie“.

Von Cecil MORELLA

se/cp

© Agence France-Presse

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