Politik

Strack-Zimmermann fordert erneut deutsche Marder-Panzer für die Ukraine

"Ich werde nicht müde, gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen der FDP zu fordern, dass aus dem Bestand der Bundeswehr mindestens 50 Marder-Panzer geschickt werden", sagte sie am Montag dem TV-Sender "Welt".

Berlin (AFP) – Die Vorsitzende des Bundestags-Verteidigungsausschusses, Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), dringt weiter darauf, der Ukraine deutsche Marder-Schützenpanzer zur Verfügung zu stellen. „Ich werde nicht müde, gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen der FDP zu fordern, dass aus dem Bestand der Bundeswehr mindestens 50 Marder-Panzer geschickt werden“, sagte sie am Montag dem TV-Sender „Welt“. Positiv äußerte sich Strack-Zimmermann zu geplanten Sanktionen gegen russische Gold-Exporte.

Die Panzerhaubitze 2000 (Michel Zacharz AKA Grippenn, CC BY 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by/3.0>, via Wikimedia Commons)
Die Panzerhaubitze 2000 (Michel Zacharz AKA Grippenn, CC BY 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by/3.0>, via Wikimedia Commons)

„Wir haben jetzt die Panzerhaubitze 2000 geschickt, das ist exzellent“, sagte die FDP-Politikerin. Zudem beginne nun die Ausbildung an dem Raketensystem Mars 2 für das ukrainische Militär. Die Zeit dafür lasse sich leider nicht verkürzen. Es müssten aber bereits jetzt Entscheidungen für die nächsten möglichen Waffenlieferungen getroffen werden. „Das sind Raketen-Abwehr-Systeme, das sind aber auch Panzer„, sagte Strack-Zimmermann.

Ausdrücklich begrüßte sie die unter anderem von den USA ins Spiel gebrachten Sanktionen gegen russisches Gold. Man dürfe jetzt auf das Narrativ von Russland oder von Putin nicht reinfallen, dass die westlichen Sanktionen nicht wirken. „Natürlich wirken die. Das ist schon, das ist schon sehr gut, was da auf den Weg gebracht wird, aber es reicht nicht, denn wir müssen letztendlich den finanziellen Background austrocknen“, forderte die FDP-Politikerin.

Von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) verlangte Strack-Zimmermann einen klaren Kurs nicht nur gegenüber Russland, sondern auch in Bezug auf China. Die Europäer dürften sich hier künftig nicht allein auf die USA verlassen, mahnte sie mit Blick auf die Präsidentschaftswahlen dort in gut zwei Jahren. Spätestens seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine sei klar, dass es notwendig sei, „sehr straight voranzugehen„. Das gelte auch für Deutschland.

bk/cne

© Agence France-Presse

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